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Was losing all my friends. Was losing all my faith.

OUTFITjacket: sheinside
skirt: pimkie
rucksack: bershka
shoes: ebay
belt: vintage

GEDANKEN.
Manchmal blickt man zurück und denkt sich, wow, das hätte man wirklich alles viel besser machen können. Ich bereue nicht die Schritte, die ich gegangen bin. Ich bereue auch nicht die Fehler, die ich gemacht habe. Ich bereue von Zeit zu Zeit nur eine Sache. Dass ich aus manchen Chancen nicht das Beste rausgeholt habe. Dass ich manches hätte länger genießen müssen. Dass ich mich hätte mehr anstrengen müssen. Das ist der Grund, warum ich so viel arbeite. Warum ich mir immer mehr Projekte auflade und in alle Richtungen, in denen ich mich entfalten kann, nie “nein” sage. Das ist eine schreckliche Eigenschaft. Denn ich bin meine größte Kritikerin, während andere vertraute Menschen schon längst stolz auf mich sind. Dem einzigen Menschen, dem ich ständig etwas beweisen muss, das bin ich selbst. Mein Glück hängt davon ab, wieviel ich geleistet habe. Ich bin meine strengste Lehrerin. Und dann frage ich mich, warum ich nur zufrieden bin, wenn ich erfolgreich war. Dieser kurze Moment auf dem eigens geformten Treppchen. Eine Medaille, die ich mir nur dann umhänge, wenn ich etwas geschafft habe. Es geht auch nicht um Konkurrenz. Es geht nur um mich allein. Ich trete gegen mich selbst an. Mein persönlicher Wettkampf. Warum all das?

Vielleicht, weil ich selber noch nicht glauben kann, dass man dem Leben vertrauen kann. Vielleicht, weil ich jahrelang lernte, dass Menschen enttäuschen und dass das Schicksal Pech bringt. Vielleicht, weil ich mich einfach nur davor bewahren will, dass etwas Schlimmes passiert, während ich für Erfolge kämpfe, um alles Schlechte zu kompensieren. Vielleicht weil ich mir selber noch nicht glaube, dass ich gut bin.

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