I think I think too much.

OUTFIT
pullover: monki
hairpiece: bijou brigitte

Mein geliebter Blog. Ich habe ihn ins Koma verfallen lassen. Irgendwann zwischen Uni, Krankheit, Festivals und Jobs muss er sich vernachlässigt gefühlt haben und hat sich verkrochen. Und ich schwöre, ich hätte nichts lieber getan als ihn jeden Abend mit Inhalt zu füttern. Scheiße. Jetzt muss ich das erstmal wieder gut machen. Ich habe einiges aufzuholen. Ganz viel, dass noch zu zeigen ist. Und vor allem eins habe ich so vermisst.
Schreiben.
Wenn die Nächte zu kurz sind, weil die Jobliste zu lang und ich einfach ich bin, gibt es nur einen Ort an den ich verschwinden möchte. In mein kuscheliges Bett und den Laptop in der Hand – schreiben.
Ich weiß vielleicht noch nicht viel vom Leben, aber eines weiß ich ganz sicher: Man kann nie genug Kissen in seinem Bett haben. Abends ist das ganz toll und ja morgens ist das auch toll, aber da ist es eben so schwer sich davon zu trennen. Wenn ich nicht gewisse Verpflichtungen hätte, die mich gewissermaßen natürlich glücklich machen, dann hätte ich nichts dagegen einzuwenden den ganzen Tag im Bett zu bleiben. Manchmal glaube ich, ich wäre im Körper einer Katze besser aufgehoben. Aber vielleicht bin ich auch einfach immernoch total durch den Wind. Ich sehne mich so nach einem Tag im Bett. Akku aufladen. Ich fühle mich verwahrlost, ich möchte shoppen, die Haare färben, die Nägel neu lackieren, ich muss erstmal verdammt viel Chaos hier beseitigen. Ich hasse es, wenn ich mich nur auf eine Sache konzentrieren darf. Über Wochen. Und dann die anderen Dinge schleifen lassen muss. BOAHRRR. Mein Kopf ist fast geplatzt vor Ideen, die nicht sofort rauskönnen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt und ..OHGOTT. Vielleicht ist er geplatzt… – denn jetzt ist da Leere.

Und die Krönung des Ganzen: Sowas passiert mir immer wieder. Ich höre mich schon sagen “Nächstes Semester wird alles besser, ich werde viel organisierter”… Das sage ich bereits zum vierten Mal und ich glaube mir nicht mal selber. Darf man gewisse Lernresistenzen hinnehmen oder muss man immer an sich arbeiten um ein besserer Mensch zu werden? Kann Zweifeln eine positive Eigenschaft sein? Ist vielleicht die Arbeit der Weg und der Weg das Ziel? Das wird mir hier zu kompliziert. Ich geh mir jetzt die Zähne putzen und dann ins Bett. Mein Bett mit ganz vielen Kissen.

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